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11.09.2011
*Tag 2 hat begonnen!

Der See ist verdunstet, dessen Umgebung vollkommen verwüstet. Man findet an diesem Ort das reinste Chaos wieder.

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 Jiyes Traumwelt

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AutorNachricht
Jiye Saitou
Drache des Feuers
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Verletzungen: .

BeitragThema: Jiyes Traumwelt   Sa Jun 04, 2011 1:07 pm

Nichts war zu sehen, nur Schnee und Eis, das so hell leuchtete, dass es in ihren Augen schmerzte. Kälte hüllte sie ein, ließ sie zittern und machte sie dazu unfähig, auch nur einen Finger zu regen. Gelähmt stand sie inmitten des Nichts, vor ihr lag ein großer, vereister See. Die Eisfläche betrachtet, konnte sie ihr Spiegelbild nur wage erkennen. Ihr langes, in sanften Wellen fallendes Haar, die eisigen Augen, ihre helle Haut.. Sich leicht nach vorne gebeugt, musterte sie ihr Gesicht. Ihre Züge waren verwischt, Nase und Mund unkenntlich, nur zwei blaue Punkte stachen heraus. Aufgesehen, sah sie eine schemenhafte Gestalt am anderen Ufer stehen. Auch wenn sie die Person nicht erkennen konnte, so wusste sie, dass ihr diese sehr wichtig war. Vorsichtig setzte sie einen Fuß auf das Eis, testete, ob es unter ihr nicht zu brechen drohte. Den See als sicher befunden, setzte sie einen Fuß vor den anderen, versuchte Schritt für Schritt den eingefrorenen See zu überqueren. Doch je länger sie ging, umso mehr schien sich der Schatten auf der anderen Seite von ihr zu entfernen.. Von der Kälte gelähmt, kam sie nur schwer vorran, bis sie ein verdächtiges Knacken hörte. Ihren Blick gesenkt, konnte sie gerade noch sehen, wie das Eis zu brechen begann, bevor sie fiel. Panisch versuchte sie, sich irgendwo fest zu halten und ergriff scheinbar zufällig eine rettende Hand. Von dieser nach oben gezogen, konnte sie spüren, dass es Hakuron war, der sie gerettet hatte. Sie wurde plötzlich von einer angenehmen Wärme umgeben, als er sie in seine Arme schloss und ihr einen zärtlichen Kuss gab. Auch wenn sie sein Gesicht nicht erkennen konnte, so wusste sie, dass es ihr Herr war. Bei wem sonst sollte sie dieses Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit fühlen? Den Kuss gelöst, fasste sich der Mann vor ihr auf einmal ins Gesicht und nahm die emotionslose, weiße Maske ab. Rötlich schimmernde Augen, ein schelmisches Grinsen auf den Lippen. Wider Erwartens war die Person vor ihr Takuya, nicht Hakuron. Erschrocken wich sie zurück, schloss und öffnete ihre Augen, um festzustellen, dass er verschwunden und sie wieder alleine war. Nichts war mehr von dem Schnee und dem Eis übrig geblieben. Stattdessen war sie von unzähligen, kalten Spiegeln umgeben, die nur Jiye zeigten, die sich verwirrt umblickte. Panisch wirkte, fliehen wollte, dazu aber nicht in der Lage war. Auf ihre Kniee gesunken, vergrub sie ihr Gesicht in ihren Händen. Ein Schluchzen kam über ihre Lippen, allerdings war kein Laut zu hören. Eine ohrenbetäubende Stille herrschte in dieser kalten Welt. Sie fror. Wo war sie nur? Warum war es hier so kalt?
Du fragst und wunderst dich, warum es hier so kalt ist?
Ertönte eine ihr vertraute Stimme, doch konnte sie in diesem Augenblick nicht zuordnen, wem diese gehörte. Sie sah auf, blickte ihr Spiegelbild an, welches sie mit einem eisigen Grinsen auf den Lippen anstarrte. Sie wollte etwas entgegnen, Fragen stellen, jedoch wollte kein einziger Ton ihren Mund verlassen.
Dummes Mädchen. Du bist der Grund, warum es hier so kalt ist..
Ein Ziehen in ihrem Nacken, bevor ihr der sichere Boden unter ihren Füßen entzogen wurde und sie wieder in das unendliche, schwarze Nichts fiel. Ein böses, irres Lachen ertönte.
Wie soll dich jemand lieben, wenn du dich selbst nicht leiden kannst..?
Ein paar letzte Worte, bevor sie wieder erwachte.

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